PLACEBO

Notizen: Musik und Sound-FX


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Der Soundtrack zum Film wurde komponiert und produziert von Arnd Fischer und Sarah Doering, aus den Medien bekannt als "bandaloop." (www.bandaloop.de) z.B. durch "Universe of Love", "Extraordinary", "St. Michel" oder auch "Travel", das sich auf dem Soundtrack für den Film "Im Juli" mit Moritz Bleibtreu befindet.

Der Soundtrack für "Placebo" gliedert sich in mehrere Teile, zieht jedoch charakteristische Merkmale durch den gesamten Film, um dessen Grundstimmung zu unterstützen. So hört man beispielsweise sehr oft einen musikalischen "Herzschlag", der Pauls Angespanntheit auf dem Weg in die Stadt verdeutlicht, oder auch das der Dynamik des Films angepasste Thema der Komposition als Grundlage für viele Szenen.

Daneben gibt es drei weitere Teile des Soundtracks für folgende Filmszenen: Die Markthalle, in der Paul sich am Anfang des Films befindet und auf den Informaten trifft, der ihm den Weg in die Stadt beschreibt, wird durch Musik unterstützt, die sehr fremdländisch klingt und zum multikulturellen Stimmengewirr paßt, das sich in der Markthalle befindet. In der späteren Actionszene, in der Paul auf den Kampfroboter trifft, ändert sich der Soundtrack zu einem wahren Gewitter aus schnellen Drums und harten Gitarrenriffs, untermalt vom wilden Gestampfe und dem Umherschießen des Roboters (Dieser Teil ist der mit Abstand lauteste Teil des Films und kann unter Umständen dafür sorgen, dass einen die vormals freundlichen Nachbarn wieder siezen, falls man beim Anschauen des Films nicht auf den Pegel der Musikanlage, und vor allem des Subwoofers, achtet!). Der letzte Teil des Soundtracks läuft zum Abspann des Films und transportiert durch die dunkle Komposition, Sarahs eindringlichen Gesang und die Lyrics ("Reach out for me, so I can see what's left inside, inside of me") in überragender Weise das, was sowohl der Zuschauer als auch Paul am Boden liegend am Ende des Films fühlen muss: Was ist geblieben?


Für die Nachvertonung und Sound FX zeichnet sich verantwortlich "Das Tonstudio: PP-Recording" in Langenberg samt Ralph Nienkemper, Markus Scheller und Tobias' Fähigkeit, auch komplizierteste Schrittfolgen oder andere Aktionen unseres Protagonisten schon beim ersten Versuch im Aufnahmeraum exakt nachzuahmen. Treppensteigen oder schnelles Laufen auf maximal einem Quadratmeter, alles kein Problem für unseren Foley Artist Tobias.

Für die Soundeffekte wurden zahlreiche Geräte zweckentfremdet, vor allem, wenn es sich um Sounds für den Roboter handelte. So diente beispielsweise der Motor eines kleinen ferngesteuerten Autos als Geräusch für das Kameraauge des Bots, das sich erhebt, während ein Fön dafür sorgte, das Anlaufen der drehenden Kanone zu simulieren.

Da die Soundeffekte in Dolby Digital 5.1 produziert wurden, kommen einige Szenen des Films besonders gut zur Geltung, wie z.B. unsere sog. "Botszene", in der Paul auf den Kampfroboter trifft: In dieser Szene wird man als Zuschauer jederzeit durch die Akkustik informiert, wo sich der Roboter im Raum befindet. Man hört ihn von links schießen, die Einschläge der Kugeln rechts in der Wand und Querschläger im Raum verteilt. Stampfende Schritte nähern sich Paul, werden bedrohlich lauter. Diese Szene steigert sich in ein wahres Soundgewitter und zeigen die Vorzüge von 5.1-Sound, der dem Film grundsätzlich atmosphärische Tiefe verleiht.

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