Notizen: 4. Dreharbeiten: Kraftwerk
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Das Universitätsklinikum Münster wird von einem Heizkraftwerk versorgt, das etwa zwei Kilometer entfernt liegt und mit unterirdischen Gängen mit dem Klinikum verbunden ist. Zahlreiche Rohre verlaufen hier durch die Gänge, die nicht streng geradeaus zum Klinikum führen, sondern auf unterschiedlichen Höhenebenen und in Abständen von etwa 30 Metern leicht ihre Richtung ändern. Für uns erschienen sie als perfekte Location, Pauls Weg aus den Slums in die Stadt darzustellen, vor allem, da bereits geplant war, die späteren Szenen mit dem Medikament im Klinikum selbst zu drehen, so dass sich die Tunnel des Heizkraftwerks sehr passend anschlossen.
Nicht nur in den Tunneln, sondern auch im Heizkraftwerk selbst wurden zahlreiche Szenen, u.a. auch Außenszenen, gedreht. Die Betriebsleitung ließ uns freundlicherweise dafür komplett freie Hand, so dass auf sämtlichen Ebenen des Kraftwerks, vom Keller bishin zum Dach, gearbeitet wurde.
Eine interessante Einrichtung innerhalb der Tunnel war übrigens, dass in Abständen von einigen hundert Metern hydraulische Notausgänge nach oben installiert waren. Sollte man einen dieser Notausgänge benutzen, konnte es unter Umständen passieren, dass sich 2 Meter weiter oben ein mit Gras bewachsener Deckel erhob, der sich mitten auf einer Verkehrsinsel auf dem Rings befand, der rund um die Münsteraner Innenstadt verläuft. Wir überlegten, ob es Folgen für uns gehabt hätte, wären wir in alten Klamotten und dreckverschmiert dort oben rausgestiegen und hätten staunenden Passanten Dinge gesagt wie "Entschuldigung, welches Jahr haben wir?" oder "Ah, Venedig!" (Zitat aus dem Film "Indiana Jones").
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