PLACEBO

Notizen: CG-Elemente (3D)


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Eine der größten Herausforderungen des Films war es, CG-Elemente, computergenerierte Bilder, glaubwürdig in unsere Realaufnahmen einzufügen. Das wird problematisch, sobald sich die Kamera bewegt. In solchen Fällen muss die 3D-Kamera, die das gerenderte 3D-Material liefert, exakt die gleiche Bewegung beschreiben wie die Originalkamera, die direkt beim eigentlichen Dreh benutzt wurde. Lange Zeit waren für solche Aufgaben komplizierte und teure Motion Control Kameras notwenig. Seit einigen Jahren jedoch gibt es verschiedene Ansätze der Bildanalyse, die es möglich machen, die Bewegung der Kamera anhand der Bilder selbst zu errechnen. Man spricht von "Matchmoving" oder auch "Cameramatching". Um ein möglichst grosses Maß an Freiheit noch im Prozess des Compositings zu haben, werden sämtliche 3D-Elemente in möglichst viele Layer aufgesplittet.

Das Ziel, das wir im Compositing Prozess verfolgten, ist zwiespältig. Auf der einen Seite versucht man, das CG-Material, das von Natur aus zu sauber wirkt, digital zu verschlechtern, indem man u.a. ein leichtes Rauschen und Unschärfe hinzufügt, und auf der anderen Seite versucht man das Gegenteil mit dem Rohmaterial, das auf DV gedreht wurde, nämlich es durch Farbanpassungen und Entfernen von Bildstörungen zu verbessern.

Bei den computergenerierten Objekten, die in "Placebo" eingesetzt wurden, handelt es sich um die Stadt, in dessen Richtung Paul unterwegs ist, um das Medikament für Marie zu besorgen, den Raumgleiter, der in einer Szene über ihm vorbeifliegt, die schwere Stahltür, die sich im Tunnel unmittelbar vor dem Eingang in die Stadt befindet, die Fliegen, die auf der Leiche umherkrabbeln sowie natürlich den Kampfroboter, der Paul versucht aufzuhalten, als er ihn bemerkt.

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